Als 20 Grundschüler und sechs Lehrer in den USA kaltblutig hingerichtet wurden, trauerte die ganze Welt. Aber wie betrifft so eine Katastrophe die Überlebenden? Und vielleicht noch wichtiger, wie können Eltern Ihren Kindern helfen, Traumata zu verarbeiten? Für Kinder sind oft traumatische Erlebnisse katastrophal: um lebenslange seelische Wunde zu vermeiden, sollte man sich von dem Problem nicht abschrecken lassen, sondern konfrontieren und Hilfe suchen. Ob das Kind verprügelt wurde oder schreckliche Unfälle erlebt hat, gibt es in Deutschland ein paar Projekte, die die Betroffenen unterstützen können. Unser Artikel über Cyber-Mobbing zum Bespiel, zeigt, wie Mobbing heutzutage nicht nur in der Schule stattfindet.

Wie erkennt man die Symptome vom Trauma bei Kindern?

Eins ist hier wichtig: die Symptome eines Traumas sind bei Kindern oft unterschiedlich. Hier gibt’s eine Zusammenfassung der häufigsten Symptome:

  • Ein Rückfall auf frühere Entwicklungsstufen wie z.B. nuckeln oder ins Bett machen.
  • Starke Furcht von etwas wie z.B. im Dunkeln
  • Eine plötzliche Verhaltungsänderung wie z.B. Hyperkinese
  • Der Ausdruck von Aggression. Dieses Symptom ist häufiger unter Jungs.
  • Selbstverletzung oder Selbstschlagen. Der Wut gegen sich selbst richten. Bei Mädchen kann dies auch zu einem veränderten Essverhalten führen.
  • Kinder, die mit durchdringendem Blick ins Leere starren.
  • Schlechte Konzentration und/oder schlechtere schulische Leistung.

In solchen Fällen geht man als erstes natürlich zum Arzt, aber leider gibt es oft eine lange Wartezeit, bis zu einem ersten Gespräch mit dem Psychotherapeut. In den meisten Fällen ist es sehr wichtig, dass die Traumas schnellstmöglich behandelt und verarbeitet werden. Aus Kindern werden Erwachsene, und um langfristige Probleme und Auswirkungen zu vermeiden, sollte die Behandlung des Kindes die höchste Priorität sein.

Ein buntes Kinderzeichnen

Durch das Verhältnis, in dem das Kind spielt, kann man Symptome eines Traumas erkennen.

Wo kann ich Hilfe für ein traumatisiertes Kind finden?

Als erstes sollte man immer zum Arzt gehen. Die Wartezeiten sind nicht immer lang, und die Hilfe durch Therapien wird von den meisten Krankenkassen unterstützt. Oft gibt es einfache Gründe, warum das Verhalten des Kindes plötzlich geändert hat. Diese Probleme werden oft im Lauf der Zeit von sich alleine aufgeklärt. Außerdem besitzen Kinder und Jugendliche erstaunlich starke Selbstheilungskraft und können sich mithilfe und Unterstützung der Familie gut erholen. Um diese Selbstheilungs- und Verarbeitungsprozesse zu fördern, sollte die folgenden Punkte beachten werden:

  • Die Familie sollte als eine Art Team funktionieren: ist ein Kind betroffen, ist immer die gesamte Familie betroffen! In einem Team fühlt man sich von allen Seiten unterstützt.
  • Wenn die Last für die Familie zu groß wird, suchen Sie fachkundige Hilfe. Keine schafft es alleine.
  • Alles müssen Sie als Eltern nicht verstehen: erlauben Sie sich Fehler machen zu dürfen.
  • Erlauben Sie Ihrem Kind, ihre Gefühle zu zeigen. Ebenfalls sollten Sie Ihrem Kind Ihre Betroffenheit, Emotionen und Gefühle zeigen. Schämen Sie sich nicht.
  • Der vorherige Tagesablauf sollte so nah bleiben, wie der dem Kind vertraut ist.
  • Die belastende Erfahrung Ihres Kindes, sollte den Kindergarten oder die Schule auch erfahren.
  • Erwarten Sie nicht von Ihrem Kind allzu viel: sobald das Kind bereit ist, über das Thema zu reden, bieten Sie sich als Zuhörer an.
  • Sollten andere Menschen das Verhältnis Ihres Kindes nicht verstehen, unterstützen Sie das Kind: es sollte Ihnen nicht peinlich sein.

Sollte die Lage innerhalb von ein paar Wochen sich nicht verbessern, gehen Sie zum Arzt und suchen Sie professionale Hilfe.

 

Bildquelle/Copyright: Kevin Jarrett – Flickr.com
www.flickr.com/photos/kjarrett/7031928561/

Marion Ratenberg (80 Posts)

Hallo. Ich heiße Marion Ratenberg und bin Betreiberin dieses Blogs. Ich bin leidenschaftliche Mutter und genieße ein Teil meiner Freizeit beim Schreiben einige der Artikel für diesen Blog. Meine Hobbies und Interesse schließen u.a. die Erziehung meiner wunderbaren Kinder, Lesen, Fitness und die frische Luft ein. Über Ihre Kommentare oder Ihr Feedback freue ich mich immer. Verbesserungsvorschläge sind auch immer willkommen! Sie finden mich auch auf Google+: Google+


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