Ein altes Sprichwort besagt, dass gegessen wird, was auf den Tisch kommt. Und was in früheren Zeiten, als es noch keinen Nahrungsüberschuss gab wie in heutigen Zeiten, zum Überleben notwendig war, ist in der Gegenwart nicht die beste Methode, um Kleinkinder zu einer gesunden Ernährung zu erziehen.

Vor allem muss Essen für Kinder interessant seinDer Kampf am Essenstisch – Warum Kinder manchmal nicht essen

Kleine Kinder merken sehr schnell, dass ihr Essverhalten großen Einfluss auf das Verhalten ihrer Eltern hat. Gerade im jungen Alter müssen sich Kinder orientieren und werden von ihren Eltern in ihrem Verhalten ständig verbessert. Beim Essen haben sie oftmals die einzige Möglichkeit, ihren Eltern offenen Protest entgegenzusetzen. Zudem erhalten Kinder des Öfteren etwas zwischendurch, sei es das Stück Schokolade, Obst, Kekse oder ein Softdrink. Der Kalorienbedarf eines ein- bis dreijährigen Kindes liegt bei ungefähr 1.300 Kilokalorien oder 89 Kilokalorien je Kilogramm Körpergewicht. Ein Softdrink aus der Dose hat durchschnittlich 150 Kilokalorien, das entspricht mehr als zehn Prozent des täglichen Kalorienbedarfes. So ist das Kind oft zu den Hauptmahlzeiten satt und ein Zwang zum Essen führt zu einem gestörten Essverhalten.

Experimentieren und imitieren – Das Essverhalten von Kleinkindern

Der Mensch ist mit einem genetisch bedingten Programm zur Nahrungsaufnahme ausgestattet. Süßes und Fettes enthalten viele Kalorien und bereitet den Körper auf Hungerzeiten vor. Leider stimmt dieser genetische Code heut nicht mehr mit den Gegebenheiten in modernen Industrieländern überein. So müssen vor allem viel Liebe und Geduld aufgewendet werden, um ein anderes Essverhalten zu entwickeln. Kindern sind von Natur aus skeptisch allem Neuen gegenüber. Wenn diese neuen Sachen auch noch komisch aussehen, wird es schwer, das Kind davon zu überzeugen. Argumente wie „das ist gesund“ und „davon wirst du groß und stark“ zählen nicht, da Kinder von ein bis drei Jahre im Hier und Jetzt leben. So kann es bis zu zehn Versuche benötigen, bis ein Kind ein neues Lebensmittel akzeptiert.

Tipps für eine unbeschwerte Ernährung

Nicht nur für den Familienzusammenhalt sind gemeinsame Mahlzeiten wichtig, sondern auch für die Entwicklung eines gesunden Essverhaltens. Kleine Kinder sollten dabei das Gleiche auf dem Teller haben, aber in kleineren Mengen. Wichtig ist, dass das Kind einen übersichtlichen Teller hat und alle Bestandteile klar getrennt sind. Weiß ein Kind, woher Obst und Gemüse stammt, kann es sehr viel schneller die natürliche Scheu verlieren. Ein Blumentopf auf dem Balkon, in dem man gemeinsam Tomaten oder Erdbeeren pflanzt oder ein Besuch auf dem Bauernhof, bei dem das Kind selber pflückt und entdeckt, machen nicht nur Spaß, sondern wecken die Probierlust. Die Essensaufnahme und -vorbereitung sollten harmonisch erfolgen. Streit oder Hektik verbindet ein Kind automatisch mit dem Geschmack des Essens. Das Kind sollte ausreichend Zeit haben zu essen, auch wenn das die restliche Familie manchmal auf eine harte Probe stellt. Essverhalten entwickelt sich langsam. Wenn man trotzdem den Eindruck hat, das Kind isst nicht ausreichend, sollte man sich die Mühe machen, einmal alle Getränke und Speisen, dazu zählen auch Bonbons oder der Keks zwischendurch, aufzulisten.

Marion Ratenberg (80 Posts)

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