Handys sind wie andere IT-Geräte mittlerweile fester Bestandteil des Alltags. Dieser Trend macht natürlich auch vor Kindern nicht halt. Im Gegenteil, Kinder gehen oft intuitiv besser mit Smartphones um, als ihre Eltern. Einerseits ist das gut, weil ein gutes Technikverständnis wichtig ist, um sich später im Alltag und in der Arbeitswelt zurecht zu finden. Andererseits besteht natürlich die Gefahr, dass die Kinder zu viel Zeit mit Smartphone-Spielen verbringen und andere Aktivitäten darunter leiden. Eltern sollten daher mit dem Thema Handy genauso umgehen wie mit dem Thema Taschengeld, also eine bereits geübte Strategie und Taktik auf die zeitgemäße Handyproblematik übertragen.

Der gesunde Kompromiss

Die Extreme elterlichen Vorgehens sind ein generelles Handyverbot auf der einen Seite und grenzenlose Freiheit beim Benutzen von Handys durch die Kinder auf der anderen Seite. Dazwischen lässt sich sich ein gesunder Kompromiss ansiedeln, wobei die Gesetzeslage den Eltern in die Hände spielt. Solange der Nachwuchs nämlich nicht voll geschäftsfähig ist, sitzen die Eltern beim Abschluss wie auch immer gearteter Handyverträge am längeren Hebel, und das ist sinnvoll. Dadurch werden die Kinder davor geschützt, Entscheidungen zu treffen, für die ihnen die nötige Reife noch fehlt. Stattdessen treffen die Eltern die Entscheidung, und pädagogisches Geschick besteht darin, den Zöglingen diese Entscheidung überzeugend zu „verkaufen“. Das ist beim Handy nicht anders als bei anderen Konsumgütern und Dienstleistungen.

Die technische Umsetzung

Die technische Umsetzung in Sachen Handy ist zweigeteilt zu betrachten. Einerseits steht die Hardware, also das Handymodell zur Debatte. Andererseits müssen sich die Eltern Gedanken um einen zweckmäßigen Handytarif machen. Hinsichtlich der Hardware gilt das Prinzip der altersgemäßen Auswahl. Schließlich ist auch das erste Fahrzeug eines Kindes in der Regel ein Dreirad und kein eigener PKW, und dieser Logik sollten Eltern bei der Wahl der Handys folgen. Das Angebot an entsprechender Technik ist jedenfalls breit genug gefächert. Bei kindgemäßen Tarifen ist die Sachlage etwas komplizierter. Konventionelle Verträge, nach denen das Kind ohne Rücksicht auf die entstehenden Kosten schalten und walten dürfte, scheiden von vornherein aus. Selbst betuchte Eltern sind schlecht beraten, dies zuzulassen. Es bleiben Flatrates oder Prepaid-Tarife.

Flatrate versus Prepaid-Tarif

Eine Flatrate sieht auf den ersten Blick verlockend aus, denn sie garantiert Kostenkontrolle. Firmen wie winSIM und andere bieten für Kinder durchaus geeignete Tarife an. Der Nachteil besteht darin, dass Flatrates die Kinder zu schier endlosem Nutzen der im Tarif fixierten Leistungen verleitet. Anders ist die Sachlage bei Prepaid-Tarifen. Hier lernen die Kinder eher die Kunst der Selbstbeschränkung, denn das Guthaben schwindet bei Gebrauch. Der Nachteil besteht darin, dass sich das Kind gegenüber besser situierten Gleichaltrigen benachteiligt fühlen kann. Das ist jedoch nicht anders als bei Markenartikeln wie zum Beispiel trendigen Schuhen.

Marion Ratenberg (80 Posts)

Hallo. Ich heiße Marion Ratenberg und bin Betreiberin dieses Blogs. Ich bin leidenschaftliche Mutter und genieße ein Teil meiner Freizeit beim Schreiben einige der Artikel für diesen Blog. Meine Hobbies und Interesse schließen u.a. die Erziehung meiner wunderbaren Kinder, Lesen, Fitness und die frische Luft ein. Über Ihre Kommentare oder Ihr Feedback freue ich mich immer. Verbesserungsvorschläge sind auch immer willkommen! Sie finden mich auch auf Google+: Google+


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